Archiv für den Monat Juni 2013

Nach dem Endseminar

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Hallo ihr Lieben,

ich möchte heute berichten, was es in den letzten Wochen so Neues gab.

Also erstmal kamen Ende Mai die Eltern meines Kollegen. Wir waren alle zusammen am Tobasee und im Bergdorf Berastagi, das sehr kühl und bekannt für viele Früchte und Blumen ist.

Danach war ich zehn Tage hier alleine und habe die Kinder auf einem Wettbewerb begleitet, der jedes Jahr zwischen den Sonderschulen der Provinz Nordsumatra ausgetragen wird. Zwei Lehrer, drei Schüler und ich haben zwei Nächte in einer großen Internatsschule für Taubstumme und Autisten übernachtet, w0 verschiedenste Wettbewerbe stattfanden.

Es war sehr schön, auch andere Schüler kennen zu lernen und wir gingen mit zwei Gold- und einer Silbermedaille. Der Wettbewerb auf nationaler Ebene war vor zwei Wochen in Medan für die Siegerin im Solosingen (Siska) und Fredi fährt in ein paar Wochen zum Schachwettbewerb Nummer zwei nach Ostkalimantan. Spannend, oder?

Kalimantan ist sehr weit, eine andere Insel. Manche kennen sie auch unter dem Namen Borneo…

Danach war ich etwas krank und als meine Magenschmerzen wieder vorbei waren, ging es auch schon zu meiner Freundin nach Jakarta.

Staunend konnte ich ihr in ihre super moderne Uni folgen, die in Westjakarta liegt und habe in ihrem Wohnheim mitgewohnt, das aus genau einem Zimmer mit Bad besteht und winzig klein, aber gemütlich ist.

Am Sonntag vor meinem Seminar waren wir bei ihrer Cousine und ich hab mich sehr gefreut, mal wieder mitten in einer Familie zu sein. Sie waren wirklich lieb zu mir und haben mich am nächsten Morgen zum Flughafen gefahren.

Das Seminar in Semarang hat sehr viel Spaß gemacht. Wie immer waren wir erst in Ungaran, dem kleinen Dorf nahe bei Semarang und haben über unsere Probleme währrend des Jahres und die Rolle der dejavato Foundation diskutiert.

Das dauerte nur einen Tag und ich habe gemerkt, dass mein Projekt zwar sehr anstrengend sein kann, weil man theoretisch nie ohne Arbeit ist und 24 Stunden am Arbeitsplatz wohnt, dafür haben mein Kollege Marcus und ich super gut in die Kultur und die Gemeinschaft der Schule hineingefunden und sind insgesamt sehr zufrieden mit unserem Jahr.

In den nächsten zwei Tagen haben wir ein Altenheim neu gestrichen und zusammen gekocht und hatten einen freien Tag in Semarang, den ich nochmal zum Sightseeing in der Altstadt und auf dem Zentraljawa-Festival nutzen konnte.

Danach war ich nochmal zwei Tage mit Marcus in Jakarta. Dort haben wir auch noch viel von der Stadt gesehen, etwa die Istiqlal-Moschee, die größte Moschee in Südostasien.

Mit der Tochter des Schulmanagers haben wir uns auch getroffen, sie arbeitet in Jakarta und wir waren zusammen im Taman Mini, einem Park, der Indonesiens traditionelle Häuser und somit das gesamte Archipel in seiner kulturellen Vielfalt als Miniatur darstellt.

Zufällig war am 22.06. auch noch der 486. Geburtstag der Stadt Jakarta und wir konnten zur Feier unter dem Nationalmonument gehen. Am Tag davor wurden wir Zeugen eines Staatsevents, als der President von Timor-Leste zu Besuch kam.

Ich hab mich wahnsinnig erschrocken, als 17 Kanonenschüsse zur Ehre des Presidenten ertönten, weil ich zuerst an eine Bombe denken musste…:)

Soooo viel hab ich erlebt und könnte immer weiter erzählen.

Jetzt sind hier Ferien bis zum 15.07., meinem Geburtstag. Die Kinder sind größtenteils zu ihren Eltern gefahren und ich genieße die Zeit hier und werde vielleicht ab und zu etwas unternehmen und euch berichten.

Unsere Nachfolgerinnen stehen auch fest und ich werde ab dem 20.08.Gesellschaft von zwei neuen Freiwilligen haben, die uns hier ablösen werden…sozusagen.

Der Abreisetag rückt immer näher. Ich freu mich auf mein Zuhause, aber leicht wird es nicht werden, so viel weiß ich.

 

Ich denke an euch!

Eure Sophie

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